Schöner Fliegen: 3 Tipps
Feb 09, 07
Kranke Welt Reisen, Spaß Kein Kommentar
Fliegen ist langweilig. Warum dann nicht einen kleinen Scherz mit den Passagieren oder den Flugbegleitern machen? Aber Vorsicht: Manche Menschen verstehen einfach überhaupt keinen Spaß!
Bombenstimmung
Wer kennt es nicht: Der Sitznachbar möchte Ihnen unbedingt erzählen, wie großartig er im Job ist, wie Kollegen vor Ehrfurcht erstarren sobald er in den Raum gleitet während überall dort, wo er hintritt Blumen wachsen. Nehmen Sie eine möglichst negative und lebens-verneinende Stellung ein. Wenn es Ihnen zu bunt wird, fangen Sie an mit dem Oberkörper zu wippen und murmeln Sie irgendwelches Kauderwelsch. Ziehen Sie jetzt Ihren Laptop raus – achten Sie darauf, dass Ihr Nachbar den Bildschirm einsehen kann – und klicken Sie auf folgenden Link.
P. S.: Da auf den meisten Flügen noch kein Internet zur Verfügung steht, müssen Sie sich eben was anderes einfallen lassen. Das Gute an dieser netten Geschichte ist aber, dass Sie wohl auf längere Zeit nicht mehr fliegen müssen (dürfen). Achtung USA: Air-Marshalls können echte Spaßbremsen sein.
Nebenwirkungen: Notlandung, Rektal-Untersuchungen, Knast.
DSDSF
Deutschland sucht den Super-Flugbegleiter. Jetzt ist es schön, wenn Sie in einer Gruppe reisen – z. B. der Jahresausflug mit dem Kegelclub “Alle Neune” nach Malle oder so. Zur Vorbereitung ist hektisches Lenzen dutzender Herrengedecke oder Caipis Pflicht – am Besten schon Stunden vor dem Abflug (1). Während des Vorglühens erstellen Sie eine Hitliste der besten Sprüche von Dieter Bohlen, lernen Sie diese auswending und fügen Sie eigene Kreationen hinzu. Singen Sie laut “Du kannst nach Hause gehn” und üben Sie die Welle. An Bord benehmen Sie sich erstmal normal (je nach Pegel der schwierigste Teil) und warten Sie auf das Flugbegleiter-Casting. Spätestens bei “… fallen automatisch Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke …” geben Sie Ihr Urteil bekannt. Lassen Sie alles raus, verschwenden Sie sich ruhig. Jetzt sind Sie der Star!
(1) Ist auch gut so, vielleicht kriegen Sie später nix mehr …
Für Business-Reisende gibt es die Fenstersitzer-Variante: Bereiten Sie im Büro (am Besten während eines Meetings) mehrere Pappkarten im Format A6 vor und schreiben Sie mit einem Edding auf jeweils eine Karte die Werte 3.5 bis 6.0 drauf (in Zehntel-Schritten). Je nach Laune halten Sie diese dann nach der Vorführung in die Luft – mal sehen, ob Sie so in den 10.000er-Club kommen.
Nebenwirkungen: Offen gezeigter Hass seitens der Mitreisenden und des Personals, Rauswurf, Ausnüchterungszelle.
Recycling
Fluganfänger klauen Kotztüten als Souvenir – der Profi nutzt sie für einen Scherz der Extraklasse. Besorgen Sie sich beim Aldi eine Dose Suppe – beste Ergebnisse liefert der Erbseneintopf “Hubertus”. An Bord füllen Sie die Dose heimlich in die Kotztüte um. Jetzt täuschen Sie Übelkeit vor, lassen Sie dabei Ihr ganzes Talent raus. Beziehen Sie die anderen Passagiere mit ein – je mehr, desto besser. Berichten Sie unter Würgen von Ihrem Speiseplan der letzten Tage: Leber mit Rosenkohl, Kutteln im Schlafrock oder Rinderzunge in Aspik sind perfekt geeignet. Wenn Sie die Spannung auf die Spitze getrieben haben, ziehen Sie Ihre präparierte Kotztüte hervor und simulieren Neujahr 2000 morgens um 7. Geben Sie alles. Danach lehnen Sie sich erleichtert zurück und zeigen Sie Ihren Sitznachbarn den Inhalt Ihrer Tüte. Riechen Sie dran. Nehmen Sie einen Löffel und essen Sie sich satt. Bieten Sie Ihren Mitreisenden auch eine Portion an … aber wahrscheinlich haben die gleich ihre eigene Tüte.
Nebenwirkungen: Appetitlosigkeit, hohe Rechnung bei der chemischen Reinigung, Leben am Rand der Gesellschaft.
Und noch ein Tipp am Schluss: Buchen Sie einen Fensterplatz – da kann man sich schön anlehnen – und pennen Sie ‘ne Runde. Träumen Sie vom entgangenen Ruhm.
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